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  • Flammen im Paradies

    Ein Spielfilm von Markus Imhoof

    Erst auf der Hochzeitsreise wird Georgette klar, daß ihr Mann sie vor allem wegen der Fabrik ihres Vaters geheiratet hat. Sie tauscht ihr Leben mit einer verängstigten jungen Frau, die in Indien einen ihr unbekannten Missionar heiraten soll und geht heimlich an ihrer Stelle von Bord des Dampfers.
    Die falsche Braut stellt in der einsamen Station des Missionars alles auf den Kopf. Fast wider Willen verlieben sich aber die beiden Fremden ineinander, obwohl oder vielleicht weil sie so unterschiedlich sind. Doch da steht unverhofft Georgettes Ehemann mit der richtigen Braut vor der Tür. Alles gerät aus den Fugen.


    Synopsis:

    Im Salon der Ersten Klasse spielt die Bordkapelle Walzer. Für Georgette ist die romantische Stimmung ihrer Hochzeitsreise jedoch verflogen. Ihr ist klar geworden, daß ihr charmanter junger Mann nicht sie, sondern die Fabrik ihres Vaters geheiratet hat. Hätte Georgette im Streit darüber nicht ihren Kamm aus dem Haar verloren, wäre sie der unscheinbaren Passagierin aus der Dritten Klasse wohl nie begegnet. Esther ist eine jungen Missionsbraut, die auf dem selben Schiff nach Indien reist, um irgendwo in der Wildnis einen Missionar zu heiraten, von dem sie nichtskennt außer dem kleinen Foto in ihrer Handtasche. Sie ängstigt sich vor all dem Unbekannten, das auf sie zukommt, aber Georgette ist fast neidisch auf diese Abenteuer. Um ihrem vorhersehbaren Schicksal zu entgehen, tauscht sie mit Esther die Rolle und geht heimlich an ihrer Stelle von Bord.
    Doch als Georgette ihrem unbekannten Bräutigamwirklich gegenüber steht, fällt sie in Ohnmacht. Alles ist anders, als sie es sich vorgestellt hat. Mit dem Mann, den sie heiraten soll, hat sie nicht gerechnet, und auch Indien hat nicht auf sie gewartet. Aber Georgette ist zu eigenwillig, um reumütig zurückzukehren. Sie nimmt die selbstgestellte Herausforderung an und beginnt, die Rolle von Esther auf ihre Weise zu spielen. Damit stellt sie alles auf den Kopf. Als Hochzeitsgeschenk kauft sie einen achtjährigen Sklavenjungen frei. An dieser weltlichen Missionsmethode platzt beinahe die Hochzeit.
    Heimlich bewundert der Missionar Gustav Walser Georgettes jugendliches Ungestüm, auch wenn er bald merkt, daß mit dieser Braut, die nicht einmal das Tischgebet sprechen kann, etwas nicht stimmt. Seit dem Tod seiner ersten Frau und seines Kindes sind die Zweifel an seinem Auftrag gewachsen. Von der frommen Frau aus Europa hat er sich Rettung versprochen, auch aus seiner verbotenen Beziehung mit der jungen Inderin Hosianna.
    Mit Georgette und Gustav prallen zwei Welten aufeinander. Trotz oder wegen der vielen Auseinandersetzungen findet das ungleiche Paar schließlich doch noch zusammen. Da steht unverhofft Georgettes Ehemann mit der richtigen Missionsbraut vor der Tür. Der Tausch fliegt auf. Alles gerät aus den Fugen. Erst als die Missionsstation in Flammen aufgeht und mit ihr die selbstverschuldete Enge, die Lügen, die Zwänge und Vorurteile, können Georgette und Gustav wirklich zueinander finden.
    Gemeinsam brechen sie auf zu neuen Ufern.